Wie das Dashboard in Saldio funktioniert
Einnahmen, Ausgaben, offene und überfällige Rechnungen, die MWST des Quartals und automatische Hinweise auf einer Seite: das Dashboard in Saldio.

Inhalt
Montagmorgen, erste Frage: Wie stehen wir? Die Antwort liegt in vielen KMU an fünf Orten. Das E-Banking zeigt den Kontostand, die Fakturierung die offenen Rechnungen, eine Excel-Liste die überfälligen, die Buchhaltung die MWST — und das Bauchgefühl den Rest.
Wer das jeden Tag zusammensuchen muss, tut es irgendwann nicht mehr. Und dann fällt eine überfällige Rechnung erst auf, wenn sie neunzig Tage alt ist.
Das Dashboard ist in Saldio die Seite nach dem Anmelden. Es beantwortet in einem Blick, was hereinkam, was hinausging, was offen ist und was demnächst ansteht. Dieser Artikel zeigt, was darauf steht und woher die Zahlen kommen.
Ein Zeitraum für alles
Ganz oben wählt man den Zeitraum. Zur Wahl stehen diese und letzte Woche, dieser und letzter Monat, dieses und letztes Quartal, dieses und letztes Jahr, die letzten 30 Tage und die letzten 12 Monate. Alle Kacheln und Grafiken, die von einem Zeitraum abhängen, folgen dieser einen Auswahl.
Das ist bewusst so gelöst. Ein Dashboard, auf dem die Einnahmen den Monat zeigen und die Grafik das Jahr, lädt zu Fehlschlüssen ein. In Saldio zeigt die Überschrift, welcher Zeitraum gilt — zum Beispiel Übersicht — Dieses Quartal.
Einnahmen, Ausgaben, Ergebnis
Die erste Reihe zeigt drei Zahlen:
- Einnahmen im gewählten Zeitraum
- Ausgaben im gewählten Zeitraum
- Ergebnis als Differenz: Einnahmen − Ausgaben
Jede Zahl trägt die Veränderung gegenüber der Vorperiode. Wer Dieser Monat gewählt hat, vergleicht also mit dem letzten Monat, wer Dieses Jahr gewählt hat, mit dem Vorjahr.

Offene Rechnungen, Mahnwesen, MWST
Die zweite Reihe zeigt, was offen ist. Jede Kachel führt per Klick direkt dorthin, wo man etwas tun kann:
| Kachel | Inhalt | Klick führt zu |
|---|---|---|
| Offene Rechnungen | Summe und Anzahl | Rechnungsliste |
| Überfällige Rechnungen | Summe und Anzahl | Mahnwesen |
| MWST-Schuld bzw. MWST-Guthaben | Betrag der aktuellen Periode, Status Offen oder Abgerechnet | MWST-Abrechnung |
Die MWST-Kachel richtet sich nach der Abrechnungsmethode: Bei der effektiven Methode zeigt sie das laufende Quartal (zum Beispiel Q4 2026), bei der Saldosteuersatzmethode das laufende Halbjahr. Ist das Ergebnis ein Guthaben, wechselt die Beschriftung von MWST-Schuld auf MWST-Guthaben.
Wie aus einer überfälligen Rechnung eine Mahnung wird, beschreibt der Artikel zum Mahnwesen.
Drei Grafiken
Darunter vertiefen drei Grafiken die Zahlen:
- Einnahmen vs. Ausgaben — der Verlauf über den gewählten Zeitraum
- Ausgaben nach Kategorien — die Top-Kategorien im Zeitraum; kleine Posten fasst Saldio unter Sonstige zusammen, Ausgaben ohne Kategorie erscheinen gesammelt als Ohne Kategorie
- Rechnungen nach Status — die Verteilung aller Rechnungen nach Status, unabhängig vom Zeitraum
Dazu kommen die letzten Transaktionen: die zehn neuesten Buchungen mit Betrag und MWST-Satz.
Hinweise: Beobachtungen, keine Prognosen
Neben den Zahlen blendet Saldio Hinweise ein, wenn ein Muster erkennbar ist. Es gibt genau diese:
| Hinweis | Wann er erscheint |
|---|---|
| Einnahmen steigen über n Perioden | die Einnahmen sind mindestens zweimal in Folge gestiegen |
| Einnahmen rückläufig über n Perioden | die Einnahmen sind mindestens zweimal in Folge gesunken |
| Höchste Ausgaben in Periode | die Periode mit den grössten Ausgaben im Zeitraum |
| Ergebnis aktuell positiv bzw. negativ | Vorzeichen des Ergebnisses |
Ein Beispiel: Zeitraum Dieses Quartal, Einnahmen im Juli CHF 18’000, im August CHF 21’000, im September CHF 24’000. Gezählt wird von der jüngsten Periode rückwärts: September über August, August über Juli. Das Dashboard zeigt Einnahmen steigen über 2 Perioden.
Gibt es nichts zu sagen, sagt das Dashboard genau das: Keine auffälligen Trends. Die Hinweise sind aus den Zahlen abgeleitete Beobachtungen — keine Prognose und keine Empfehlung.
Mitteilungen: die Glocke
Auf jeder Seite, nicht nur im Dashboard, steht rechts neben der Suche die Mitteilungs-Glocke mit einem Zähler für Ungelesenes. Sie meldet:
- wenn ein Kunde eine geteilte Offerte, einen Auftrag, eine Rechnung, einen Lieferschein oder eine Gutschrift erstmals öffnet
- wenn ein Kunde eine Offerte oder einen Auftrag online annimmt oder ablehnt
- überfällige Rechnungen
- eine fällige MWST-Abrechnung ab dem ersten Tag des neuen Quartals, bei der Saldosteuersatzmethode des neuen Halbjahres, mit Einreichedatum
- Aufwandkonten mit überschrittenem Budget, mit Prozentangabe
Ein Klick führt direkt zum Beleg, zur MWST-Periode oder zum Budget und markiert den Eintrag als gelesen. Alle als gelesen markieren erledigt das für alle Einträge auf einmal.

Mitteilungen gelten pro Benutzer und nur für Benutzer mit Leserecht auf dem betroffenen Modul. Nach 30 Tagen werden sie gelöscht; erledigte Anlässe wie eine bezahlte Rechnung oder eine abgerechnete MWST-Periode verschwinden schon vorher.
Die Budget-Meldung setzt eine Budgetplanung voraus — wie die funktioniert, steht im Artikel zur Budgetplanung.
Wer sieht was?
Das Dashboard selbst steht allen Benutzern offen. Was darauf erscheint, richtet sich nach den freigeschalteten Modulen und Rechten: Wer keine Rechnungen sehen darf, bekommt auch die Rechnungskacheln nicht.
Was Saldio bewusst nicht tut
- Keine Prognose und keine Empfehlung. Die Hinweise beschreiben, was in den Zahlen steht, und hören dort auf.
- Keine eigenen Zahlen. Das Dashboard rechnet aus denselben Rechnungen und Buchungen wie der Rest von Saldio. Es gibt nichts, was nur hier gepflegt würde.
- Keine geratenen Kategorien. Ausgaben ohne Kategorie bleiben als solche sichtbar.
- Keine Mitteilungen ohne Recht. Wer ein Modul nicht lesen darf, bekommt auch keine Meldungen daraus.
- Kein ewiges Archiv. Mitteilungen sind Hinweise für jetzt, nach 30 Tagen sind sie weg.
Fazit
Das Dashboard ist in Saldio keine Auswertung, die man startet, sondern der Zustand, den man nach dem Anmelden sieht. Ein Zeitraum für alle Zahlen, Kacheln, die direkt zur nächsten Aufgabe führen, und Hinweise, die nur dann etwas sagen, wenn es etwas zu sagen gibt.
Wer tiefer will — Liquiditätsgrade, Eigenfinanzierung, EBITDA —, findet das in der Buchhaltung. Der Artikel zu den Finanzkennzahlen zeigt, wie sie gerechnet werden.
Vom Auftrag bis zum Saldo.

